Trauerrede schreiben: Aufbau, Beispiele und Hilfe für Angehörige

Von der Redaktion von speechwriters.ai · Zuletzt aktualisiert am

Kurz gesagtEine Trauerrede von Angehörigen dauert meist fünf bis zehn Minuten (600–1.200 Wörter). Bewährter Aufbau: Wer du bist und in welcher Beziehung du zur verstorbenen Person standest, einige Lebensstationen, zwei oder drei konkrete Erinnerungen, was sie hinterlässt, und ein Abschiedswort. Sprich vorher mit Pfarrer oder Trauerredner ab, wann und wie lange du sprichst.

Eine Trauerrede für einen Elternteil, Großelternteil, Partner oder Freund: wie du Erinnerungen sammelst, einen Aufbau findest, der dich trägt, und die Rede bei der Trauerfeier hältst.

Wer hält die Trauerrede?

In Deutschland hält bei einer kirchlichen Beerdigung meist der Pfarrer oder die Pfarrerin die Ansprache; bei weltlichen Trauerfeiern oft ein freier Trauerredner. Immer häufiger sprechen zusätzlich Angehörige oder Freunde, in der Friedhofskapelle, in der Trauerhalle oder später beim Trauerkaffee. Sprich mit dem Bestatter, dem Pfarrer oder dem Trauerredner ab, ob, wann und wie lange du sprechen kannst. Manche Familien teilen sich auch auf: Einer erzählt das Leben, eine Enkelin liest einen kurzen persönlichen Brief.

Erinnerungen sammeln

Bevor du schreibst, sammle. Setz dich mit Familie und Freunden zusammen und frag: Was hat sie immer gesagt? Wo war sie am glücklichsten? Was hat sie für andere getan, ohne darüber zu reden? Notiere Szenen, nicht Eigenschaften. „Sie war großzügig“ ist ein Satz. „Sie hat jedem Nachbarskind zum Geburtstag einen Fünfmarkschein in eine selbst gebastelte Karte gesteckt, bis in die 2000er hinein, dann eben fünf Euro“ ist eine Erinnerung.

Aufbau (5–10 Minuten)

  1. Einstieg. Wer du bist und wer die verstorbene Person für dich war. „Ich bin Katrin, Gerdas älteste Enkelin. Für mich war sie einfach Oma Gerda, die Frau mit der Keksdose.“
  2. Lebensstationen. Kurz und ohne Jahreszahlen-Liste: wo sie herkam, was ihr Leben geprägt hat (Krieg, Flucht, Neuanfang, Beruf, Familie). Zwei, drei Sätze pro Station.
  3. Zwei oder drei Erinnerungen. Das Herz der Rede. Kleine, konkrete Szenen, gern auch eine, über die man lächeln darf. Lachen bei einer Trauerfeier ist nicht respektlos; es zeigt, wie lebendig jemand war.
  4. Was bleibt. Was sie weitergegeben hat: ein Rezept, eine Haltung, ein Satz. „Wenn bei uns jemand sagt ‚Erst mal einen Kaffee, dann sehen wir weiter‘, dann spricht Oma Gerda.“
  5. Abschied. Ein direktes Wort an die verstorbene Person oder an die Trauergemeinde. „Danke, Oma. Für alles.“ Wenn es passt, ein kurzes Gedicht, ein Bibelvers oder eine Liedzeile.

Beispielsätze

Den Vortrag schaffen

Was du vermeiden solltest

Mit dem Gliederungs-Tool (Redeart „Trauerrede“) kannst du deine Erinnerungen in eine Reihenfolge bringen. Gib dabei keine sensiblen Gesundheitsdaten ein.

Häufige Fragen

Wie lange sollte eine Trauerrede sein?

Als Angehöriger fünf bis zehn Minuten, etwa 600 bis 1.200 Wörter. Sprechen mehrere Personen, eher drei bis fünf Minuten pro Person. Eine Trauerrede durch einen professionellen Trauerredner dauert oft 15 bis 20 Minuten.

Darf man in einer Trauerrede lustige Geschichten erzählen?

Ja, wenn sie liebevoll sind und zur Person passen. Ein Lächeln in der Trauerhalle ist oft ein schönes Zeichen dafür, wie lebendig die Erinnerung ist.

Muss ich die Trauerrede frei halten?

Nein. Bei einer Trauerrede liest fast jeder ab. Druck den Text groß aus und markiere Pausen.

Wo hält man die Trauerrede?

Meist in der Friedhofskapelle, Trauerhalle oder Kirche während der Trauerfeier, vor der Beisetzung. Kurze persönliche Worte passen auch beim Trauerkaffee.

Was, wenn ich es emotional nicht schaffe?

Gib vorher einer vertrauten Person einen Ausdruck der Rede, damit sie notfalls weiterlesen kann. Du kannst die Rede auch von vornherein vorlesen lassen.

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